Hinweise für Lehrerinnen und Lehrer


Die hier vorgestellten Aufgaben wurden von Studierenden der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Hausarbeiten entwickelt und mit Schülerinnen und Schülern erprobt (genauere Informationen und Literaturhinweise siehe letzte Seite). Auf Grund der dabei gemachten Erfahrungen – und zahlreicher weiterer Erfahrungen in anderen Städten - empfehlen wir die Durchführung des mathematischen Wegs unbedingt weiter.

Bei dem mathematischen Weg handelt es sich um eine Unterrichtskonzeption, die an einem außerschulischen Lernort stattfindet. Die Durchführung im Rahmen des Mathematikunterrichts erfordert insofern einen organisatorischen Aufwand, der allerdings im Zusammenhang mit einem Wandertag oder Projekttag durchgeführt werden könnte. Es empfiehlt sich eine vorbereitende Einführung im Klassenraum, bei der die Schülerinnen und Schüler auf den Weg eingestimmt werden und auf ihre Rechte, Pflichten und ihre Verantwortung aufmerksam gemacht werden. Vorschläge für die Einführung sind:
Auf dem Weg werden Papier, Stift und Geodreieck benötigt, was von jedem Schüler/ jeder Schülerin mitzubringen ist. An einigen Stationen ist auch ein Taschenrechner hilfreich. Weitere Stationen erfordern Materialien wie insbesondere ein Maßband, aber auch einen Eimer oder Becher (Brunnenaufgaben) oder eine Waage. Die benötigten oder hilfreichen Materialien sind jeweils auf den Arbeitsblättern vermerkt und durch die Lehrkraft zu organisieren. Für die Durchführung sind darüber hinaus die Arbeitsblätter zu kopieren und an die Gruppen zu verteilen. Als Gruppengröße haben sich ca. 4 Schülerinnen und Schüler bewährt.

Für den mathematischen Weg als Wandertag ist aus den vorgeschlagenen Stationen eine Auswahl zu treffen. Dies könnte zum Beispiel durch die Schülerinnen und Schüler selbst, aber natürlich auch durch die Lehrkraft, etwa vor dem Hintergrund einer speziellen mathematischen Schwerpunktsetzung o.ä. geschehen. Denkbar ist natürlich auch, dass einzelne Gruppen unterschiedliche Stationen anlaufen, um sich nicht in die Quere zu kommen. Um die Stadt wirklich kennen zulernen, sollten die ausgewählten Stationen sich über einen weiteren Bereich erstrecken.

Bei der Erstellung der Aufgaben wurde auf Vielfältigkeit geachtet. Die Aufgaben sprechen verschiedene mathematische Gebiete an und gestatten in vielen Fällen durch ihre Offenheit unterschiedliche Lösungsansätze und damit eine innere Differenzierung. Der Einsatz ist ab der 7. Jahrgangsstufe für alle Schularten möglich, die Aufgaben empfehlen sich aber auch als Vorbereitung für die Abschlussprüfungen der Sekundarstufe I oder einfach als Wiederholung der Themen der verschiedenen Schuljahre.

Aus didaktischer Sicht empfiehlt sich der mathematische Weg durch seine fächerübergreifende Thematik, durch die anwendungsorientierten und problemorientierten Aspekte, durch die zum Teil offene Aufgabenstellung und die Schülerorientierung sowie die Möglichkeit zum Erwerb allgemeiner methodischer, sozialer und personeller Kompetenzen.